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Aktionen zum Weltkindertag - Was die Merzener Grundschüler über die Kinderrechte gelernt haben

28. 09. 2020

Merzen. Die große Nein-Tonne, die da auf der improvisierten Bühne in der Turnhalle in Merzen steht, ist eine prima Sache. Da kann alles das hineingeworfen werden, was bei Kindern schlechte Gefühle auslöst. Wirklich alles, auch Pünktlichkeit, Zähneputzen oder sich an verabredete Regel zu halten?

 

An diesem Vormittag lernen die Jungen und Mädchen der Grundschule Merzen viel über die Kinderrechte. Der Weltkindertag liegt zwar schon einige Tage zurück, doch deswegen soll er nicht ausfallen. Das Pädagogische Netzwerk in der Samtgemeinde Neuenkirchen musste wegen der Corona-Pandemie umplanen. So kommt es, dass die Schüler aller vier Jahrgänge der Grundschule Merzen unter sich bleiben, als sie sich mit Aktionen zum Weltkindertag und den Rechten der Kinder beschäftigen. Anders als sonst gibt es in diesem Jahr keine Angebote für die Öffentlichkeit. „Das ist eine Vorsichtsmaßnahme“, sagt Jugendpfleger Uwe Hummert stellvertretend für das Pädagogische Netzwerk, dem auch Anna Feldmann, Lisa Diekmann-Holtkamp, Sebastian Gartemann und Jutta Stockmann angehören. 

"Chaosspiel" für die Dritt- und Viertklässler

Die dritten und vierten Klassen ermitteln mit dem "Chaosspiel" die Rechte der Kinder und müssen dafür kreuz und quer über den Sportplatz rennen, bevor Leo und Lupe ihnen in einem Kurzfilm Wissenswertes über die Geschichte der Kinderrechte vermitteln. Die Kinderrechtskonvention wurde am 20. November 1989 von der Generalversammlung der Vereinten Nationen verabschiedet. Darin steht, dass alle Kinder die gleichen Rechte haben, sie das Recht haben zu lernen und eine Ausbildung zu machen, die ihren Bedürfnissen und Fähigkeiten entspricht. Aber auch, dass sie das Recht auf Schutz vor Gewalt, Missbrauch und Ausbeutung haben.

 
Kindgerechter – und noch etwas spielerischer – geht es für den ersten und zweiten Jahrgang in der Turnhalle zu. Anne Eisenblätter und Jörg Artmann von der Theaterpädagogischen Werkstatt Osnabrück spielen die Protagonisten in dem Stück „Die große Nein-Tonne“: Zwei Kinder, die alles, was „blöde Gefühle“ und „kein gutes Gefühl im Bauch erzeugt“, einfach in der weißen Tonne entsorgen. Sie lernen in unterschiedlichen Situationen, ihre Gefühle und ihre Abneigungen deutlich zu artikulieren, ihnen zu vertrauen und auch laut und deutlich „Nein“ zu sagen. Behutsam und in altersgerechter Sprache stellen Eisenblätter und Artmann Alltagssituationen nach. Sie sollen den Kindern die Angst vor dem Nein sagen nehmen, wenn jemand ihre persönlichen Grenzen überschreitet.

 

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Foto: Was sagt das Bauchgefühl? Auf spielerische Weise ermutigten Jörg Artmann und Anne Eisenblätter die Merzener Grundschüler, in unbehaglichen Situationen laut und deutlich Nein zu sagen.

 
 
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